1. Preis Euregionaler Schulwettbewerb (NL 10)

Presseartikel - Meine Woche - 8.Mai 2020 - Den Schulwettbewerb gewonnen

Sehr geehrte Frau Schulte

Ihre SchülerInnen gehören zu den Gewinnern des Euregionalen Schulwettbewerbs und haben den ersten Preis für deutsche Schulen gewonnen.

 

Mit freundlichen Grüßen

Heidi de Ruiter, M.A.
Referentin / senior beleidsmedewerker

Euregio Rhein-Waal / Euregio Rijn-Waal

 


Das Projekt:

Wir - 17 Schülerinnen und Schüler des Niederländischkurses des Jahrgangs 10 der Leonardo-da-Vinci-Gesamtschule in Willich - haben uns im Rahmen des Niederländischunterrichts zunächst mit dem Zweiten Weltkrieg und der deutschen Besatzungszeit in den Niederlanden auseinandergesetzt. Im Anschluss haben wir das Vrijdheidsmuseum in Groesbeek besucht. Damit lag unser Fokus besonders auf der Vergangenheit und deren noch heute sichtbaren Spuren in unserem Alltag.

Inspiriert vom Eingangsfilm, dem Workshop und der Ausstellung haben wir in Kleingruppen eigene Ideen für viele kleine Beiträge entwickelt, dir wir gerne als Gesamtbeitrag in Form unseres Instagramaccounts „LeonardogoesNL“ einreichen möchten. Wir haben uns bewusst für die Veröffentlichung unserer Beiträge in den sozialen Medien entschieden, weil wir so auch das Interesse anderer Mitschülerinnen und Mitschüler auf uns ziehen und unsere Arbeit einem breiteren Publikum (auch über Ländergrenzen hinaus) zugänglich machen können.


Das Herzstück unseres Projektes bilden zwei Filme einer Kleingruppe zum Thema „75 Jahre Freiheit/75 jaar vrijheid“ und zu „Anrath nach dem Zweiten Weltkrieg/Anrath na de Tweede Wereldoorlog“. Inspiriert vom Eingangsfilm im Vrijheidsmuseum haben wir uns über die Situation in unserer Gegend während des Zweiten Weltkrieges informiert und wollten gerne einen ähnlichen Film gestalten.

Dazu haben wir uns mit dem Gemeentearchief in Venlo in Verbindung gesetzt und auch das Kreisarchiv Viersen in Kempen besucht und dort geeignete Fotos aus der Kriegs- und Nachkriegszeit herausgesucht und die Rechte für die Verwendung erworben bzw. die Verwendung geklärt. Anschließend haben wir uns auf den Weg gemacht und die auf den Fotos abgebildeten Orte erkundet und fotografiert. Besonders interessant war es für uns, Bilder unseres Schulstandortes Anrath nach
dem Wiederaufbau zu zeigen und direkt mit heutigen Ansichten zu vergleichen. So kann eine direkte Verbindung zwischen Früher und Heute aufgezeigt werden. Wichtig war es uns auch - in Anlehnung an die Freiheitsbotschaften im Vrijheidsmuseum - Impulse zu geben, wie Freiheit heute geschützt werden kann.

Eine weitere Kleingruppe hat Situationen früher und heute dies- und jenseits der Grenze szenisch in Rollenspielen umgesetzt. Es wird die Lebensmittelknappheit während des Hungerwinters dem problemlosen Einkaufen in den Niederlanden heutzutage gegenübergestellt. Auch eine Grenzkontrolle vor Öffnung der Grenzen und die Zurückweisung einer Frau ohne Ausweis wird mit der heutigen Situation, dem mühelosen „Eben mal Rüberfahren zum Shoppen“ ohne Bargeld und ohne regelmäßige Kontrollen an den Grenzen, verglichen.

Weiterer Gegenstand einer Gruppenarbeit war das Erstellen von Quizfragen zum Thema, die wir inklusive Lösungen in den Highlights gespeichert haben. So können auch Besucherinnen und Besucher unseres Instagramaccounts ihr Wissen zum Thema testen. Abgerundet wird unser Instagramaccount durch ein eigens für das Projekt gestaltetes Logo. Dieses Logo beinhaltet im Vordergrund eine weiße Taube als Symbol des Friedens während im Hintergrund die niederländische und deutsche Flagge zu einer gemeinsamen Flagge verschmelzen. Damit ist einerseits die Öffnung der Grenzen gemeint, die für uns schon zu etwas Alltäglichem geworden sind, andererseits aber auch eine Annäherung und ein Austausch der niederländischen und deutschen Kultur.


Wir hoffen, mit unserem Beitrag den Menschen die Augen zu öffnen für die großen Fortschritte, welche die deutsch-niederländischen Beziehungen insbesondere hier in unserer Region gemacht haben und verbinden damit die Hoffnung, dass es nie wieder zu einer Schließung der Grenzen und einem weiteren Krieg kommen wird!

Mit freundlichen Grüßen

der Niederländischkurs des Jahrgangs 10

und die Lehrerinnen
Anna Lena Schmidt und Melanie Schulte

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